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2026

 

 

Weiss war der Schnee

Gletscher stehen seit mehr als 10 Jahren im Fokus des Künstlers Thomas Wrede. Sein Interesse an diesen in Schichten komprimierten Scheeablagerungen, deren Sohle meist mehr als 800 Jahre alt ist, entspringt der langfristigen Beobachtung des Rhone-Gletschers und seinem fortschreitenden Rückzug.

Zur Erinnerung: Als Sean Connery / James Bond 1964 in seinem legendären Aston Martin im Film Goldfinger das am Furkapass gelegene Hotel Belvedere passiert, erkennt man den Gletscher noch deutlich im Hintergrund. Heute existiert dort nur noch das einstige Bett des Gletschers, eine tiefe felsige Schlucht. Das Eis hat sich seither um mehrere hundert Meter zurückgezogen.

Seit mehr als 150 Jahren existiert an anderer Stelle eine Grotte, die ein Betreten des Gletscherinnern ermöglicht. Allerdings muss sie jedes Jahr erneuert werden, ein Gletscher ‘lebt‘ eben, er bewegt sich. Um diese Eisgrotte zu erhalten wurden vor einigen Jahren hunderte Quadratmeter weißer Tücher darüber ausgebreitet - gegen die Sonneneinstrahlung. Inzwischen sind sie sehr verschmutzt (teilweise grau wie der staubbeladene Schnee), zum Teil wurden sie vom Wind verweht. Final sind sie also ihrer eigentlichen Wirkung beraubt.

Gleichwohl versteht Thomas Wrede es, mit seinen Fotografien in diesen nutzlosen textilen Hinterlassenschaften eine ästhetische Qualität zu entdecken, bzw. eine solche zu generieren. Bildnerische Faszination vs ökologischer Resignation. 

Weiss war der Schnee ist ein Langzeitprojekt des Künstlers Thomas Wrede, angesiedelt zwischen faszinierenden Naturaufnahmen, mitunter wuchtigen Landschaftsbildern und einer Dokumentation hilfloser Versuche des Menschen Unabwendbares abzuwehren.

 

Die Vereinten Nationen riefen in 2025 erstmals einen Welttag der Gletscher aus - den 21. März.

Die FUHRWERKSWAAGE nimmt dies zum Anlass, die Ausstellung mit dem Panoramafoto des Rhone-Gletschers an der MOUNTAINVIEW-Gallery auf dieses Datum zu legen. Zusätzlich wird eine zugehörige Ausstellung in der Ausstellungshalle am Vorabend, dem 20.3. um 18:00 eröffnet.

Es sprechen:

Thomas Wrede - Künstler

Dr. André Baumeister - Geowissenschaftler

Weitere Öffnungszeiten sind:

Sa. 21. und So. 22 März sowie Sa. 28. und So. 29. März

jeweils 14:00 bis 18:00 Uhr

 

Die Ausstellung wird gefördert durch:

SANTIAGO The Strategy and Structure Advisors

Claudia Robles-Angel

Eröffnung und Performance:

Freitag, 16. Januar 2026 19 - 22 Uhr

 

Konzpet und Künstlerische Leitung: Claudia Robles-Angel

Mitwirkende: 

Dirk Rothbrust: Perkussion

Rie Watanabe: Perkussion

Claudia Robles-Angel: Musikalische Komposition / Live-Elektronik

 

Projekt-Beteilige:

Andreas Gernemann-Paulsen: Physical Computing & technische Beratung

Julius Walsch (Artefakta Soundsystems): Ko-Entwicklung, Konstruktion und Fertigung KLangobjekte

Gefördert von

Wir trauern um unseren Ehrenvorsitzenden und langjährigen ehemaligen Vorsitzenden des Fördervereins Kunstraum Fuhrwerkswaage e.V., Gerhart R. Baum

Gerhart Rudolf Baum wurde im Juni 1995 zum Vorsitzenden des Förderverein gewählt. Bis Ende 2021, also über 26 Jahre, leitete er verantwortlich die Geschicke des Trägervereins der Institution FUHRWERKSWAAGE. Unserem Wunsch, ihn zum Ehrenvorsitzenden wählen zu dürfen, entsprach er sehr gerne. Wir sind ihm unendlich dankbar für sein langes und erfolgreiches Wirken für die FUHRWERKSWAAGE, zu deren Erfolg er maßgeblich mit beigetragen hat.