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2021

AND THE POET SHOULD NOT MOURN THE HUMIDITY OF AGES PAST .... von Sarah Kürten

29.8. - 12.9.2021

 

 

Sarah Kürten

Sarah Kürten war in 2018 Stipendiatin des KunstSalon in der Villa Aurora, Los Angeles. Die mit dem Stipendium verbundene Folgeausstellung  sollte Anfang 2020 in der FUHRWERKSWAAGE stattfinden, mußte jedoch aufgrund von Covid-19 mehrfach verschoben werden.


Ende August 2021, also 1,5 Jahre später, konnte diese Ausstellung endlich eingerichtet und eröffnet werden. Allerdings entschied sich die Künstlerin nun eine andere, jüngere Arbeit in der Ausstellungshalle vorzustellen.

Die MOUNTAINVIEW Gallery bot jedoch die Möglichkeit, Hauptaspekte der ursprünglich geplanten Arbeit nunmehr auf neun Tafel im Außenbereich der Halle zu zeigen. Insofern markiert die derartige Doppelausstellung nunmehr zwei Interessenbereiche.

Katharina Waltrich - KunstSalon

Jochen Heufelder - FUHRWERKSWAAGE

Die Ausstellung ist ein Partnerschaftsprojekt von KunstSalon und FUHRWERKSWAAGE.

 

 

 

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Galerie Max Mayer, Düsseldorf

architektura

Ab sofort können für die laufende Ausstellung Termine vereinbart werden.

Mi.: 26. – 16:00 – 18:00 Uhr

Do.: 27. – 16:00 – 18:00 Uhr

Fr.:   28. – 16:00 – 18:00 Uhr

Sa.:  29. – 16:00 – 18:00 Uhr

So.:  30. – 14:00 – 18:00 Uhr

Mo.: 31. – 16:00 – 18:00 Uhr

Di.:  1.6. – 16:00 – 18:00 Uhr

Mi.: 2.6. – 16:00 – 18:00 Uhr

Do.: 3.6. – 16:00 – 18:00 Uhr

Fr.:  4.6. – 16:00 – 18:00 Uhr

Sa.:  5.6. – 16:00 – 18:00 Uhr

So.:  6.6. – 11:00 – 17:00 Uhr – Finissage

Individuelle Termine gerne in Abstimmung

 

Anmeldung und Terminabstimmung unter:

termine@remove-this.fuhrwerkswaage.de

Zum Tod von Michael Erlhoff - ein Nachruf von Christian Heufelder

Zur Nachricht vom Tode Michael Erlhoffs, die mich sehr bewegt hat, so wie er zu Lebzeiten.

Michael Erlhoff war Gründungsdekan des Fachbereichs Design der Fachhochschule Köln, welcher später zur Köln International School of Design wurde. Da schien es mir logisch, mein Studium seinerzeit mit einem `Erlhoff-Projekt´ zu starten, der Titel lautete >>Chaos<<, das weiß ich noch. Und meine Zeit an der Kisd endete (einige Jährchen später) auch mit einem Diplom-Nebenthema bei ihm.

Als Professor erlebte ich Michael Erlhoff als jemanden, der trotz seiner imposanten Vita und der ihn umgebenden Aura jederzeit ansprechbar war, und, selbst wenn die Zeit knapp war, verlässlich freundlich etwas Zielführendes mit auf den Weg gab, oder wenigstens maximal charmant auf seine Unpässlichkeit durch einen nun anstehenden Termin verwies. Wie konnte ein so angesehener, umtriebiger und in seinem Schaffen so hochdekorierter Mensch kein gestresster, getriebener, sondern ein so liebenswerter, heiterer sein?

Selbst unvermeidbare Kritik an unzureichendem Studentenschaffen verpackte er in Worte, die sie nicht mehr aussehen ließ wie Kritik, sondern sie zum konstruktiven Hinweis für einen neuen Denkansatz machte. Das mag simpel klingen, setzt aber eine Gabe voraus, die nicht viele Menschen besitzen. Oder anzuwenden bereit sind.

Freundliche Menschen – so lautete seine Anrede in Mails an die Studentenschaft bereits in den Nullerjahren (und womöglich auch schon früher). Eine Ansprache, die die Arme weit ausbreitet, die auch heutzutage noch keines Ersatzes, der Ergänzung oder Reduzierung bedürfte, dennoch nicht in Verlegenheit geriete, jemals irgendjemanden sprachlich auszuschließen, abgesehen von nichtmenschlichen Lebewesen. Zufall? Mitnichten. Vielmehr in der unfassbaren Fähigkeit Michael Erlhoffs im Umgang mit Sprache sowie in der unverwüstlichen Begeisterung und Zugewandtheit gegenüber >>seinen<< Studierenden ursächlich.

Auch wenn ich selbst nicht Gebrauch davon machte, von damaligen Kommiliton*innen wusste ich, man konnte Michael Erlhoff mitten in der Nacht anrufen, wenn man in großer Sorge um den Verlauf der eigenen Prüfung und demzufolge jenen des eigenen Lebens war. Er ging ran, ohne Groll ob der Uhrzeit, fand die richtigen Worte, beruhigte, justierte Herangehensweisen, rettete mutmaßlich Leben.

Entsprechend groß war sein Ansehen in der Studentenschaft der Kisd, und später zweifellos auch bei jener der HBK Braunschweig.

Sein Status an der Kisd war damals unschwer zu erkennen. War er doch der einzige Mensch in den Gebäuden dieser Institution, der jederzeit und überall genüsslich seine Zigarillos rauchte. Selbst während der Vorlesungen im damals frisch renovierten und aufgerüsteten Hörsaal, wofür Kommiliton*innen eigeninitiativ die Rauchmelder in mehreren Metern Höhe abgeklebt hatten. Ehrerbietung schlägt Brandschutz - ähnliches dürfte nicht einmal dem einstigen Kanzler Helmut Schmidt zuteilgeworden sein.

Auch in der Nach-Kisd-Zeit (ihrer wie meiner) hatte ich die Ehre, noch im sporadischen Kontakt mit Michael und Uta zu verbleiben. So hielt Michael unter anderem die Eröffnungsrede für mein Ausstellungsformat >>Lichtgestalter 2018<<, einfach, weil er die Ausstellung und den Ausstellungort schätzte. So war Michael Erlhoff.

Und natürlich war es eine fantastische Rede, weil er es darunter nicht machte. Denn ob als Gastdozent in Tokio, New York oder Sydney, als Geschäftsführer des Rats für Formgebung, bei seinen Vorlesungen an der Kisd, gemeinsam mit Uta Brandes für be//design oder eben zur Eröffnung einer Designausstellung in einem Sürther Kunstraum – seine unfassbare Eloquenz zeichnete ihn immerzu aus. Diese atemberaubende Fähigkeit im Umgang mit dem gesprochenen und geschriebenen Wort. Immer gespickt mit Wortwitz, Fragen, Thesen, Schelmereien und getragen von einem schier unfassbaren Fach- und Lebenswissen. Einem Wissensfundus, für dessen Anhäufung andere Menschen mehrere Leben gebraucht hätten, oder mehrere Köpfe. Es war ein Genuss dieser sonoren Stimme zu lauschen. Es war zum Schmunzeln, Nachdenken, Staunen, Fragen und Erfreuen. Hinter jedem Wort steckte dabei die Aufforderung zum Mute, stets Neues zu wagen.

Von keinem anderen `Lehrer´ der mir in den Lernjahren des Lebens begegnet ist habe ich in diesem Maße auch eine Lebenseinstellung mit auf den Weg bekommen. Wie erstrebenswert eine nicht nachlassende Neugier und Wissbegierde, die Suche nach neuen Wegen und die Leichtigkeit im täglichen Tun sind.

Nicht nur die Kisd, die er damals, gemeinsam mit einigen anderen Koryphäen des deutschen Designs, entscheidend zu dem machte, was sie war, und auch nicht nur das Design im Allgemeinen sowie die Designtheorie im Speziellen, verlieren mit Michael Erlhoff einen ganz Großen. Es ist ein großartiger Visionär, zuverlässiger Mut-Macher, neugieriger Zuhörer, beständiger Impulsgeber, positiver Kritiker, aufmerksamer Beobachter, genialer Denker, inspirierender Anstifter, freundlicher Mensch und, seit kurzem, auch Romanautor, der da gegangen ist.

Meine Gedanken sind nun insbesondere bei Uta Brandes, der ich hiermit mein herzliches, tiefempfundenes Beileid aussprechen möchte.

Mit ihr und Michael Erlhoff verbinde ich einige sehr schöne Erinnerungen. Eine solche aus Studienzeiten fiel mir beim Schreiben dieses Textes wieder ein. Immer mal wieder, wenn ich im Foyer oder der Guten Stube der Kisd war, dort auf die beiden traf, und einer von ihnen gerade gehen musste, bekam ich mit, wie Michael zu Uta sagte: „Tschüss Brandes“ und Uta zu Michael: „Tschüss Erlhoff“.

Daran musste ich gerade denken, und es passt irgendwie auch so trefflich zu Michael Erlhoff. Dieses eine Mal, und voller Respekt, erlaube ich es mir daher auch.

Tschüss Erlhoff!

In Traurigkeit, tiefer Wertschätzung und Dankbarkeit!

Christian Heufelder         2.5.2021

Designers Tower 2021

www.designerstower.de/

 
**Mit seiner sechsten Ausgabe feiert der Designers Tower 2021 eine Premiere – in einer länderübergreifenden Kooperation präsentiert das Format zu gleichen Teilen belgische und deutsche Designer:innen.
Sechs der Ausstellenden kommen aus der Metropolregion Brüssel, sechs aus dem Bundesland Nordrhein Westfalen. Ihre hochwertigen, innovativen und nachhaltigen Entwürfe stellt der Designers Tower in Zusammenarbeit mit dem MAD Brussels und gefördert durch hub.brussels sowie das MWIDE NRW vor.
Dem bewährten Konzept folgend werden dabei erneut kleine Studios, Ateliers und Selbstständige Designer:innen präsentiert, die im Interior Design zuhause sind. Die Möbel und Einrichtungsgegenstände, jeweils durch die unterschiedlichen Ausrichtungen der Design-Ausbildungen und kulturellen Einflüsse beider Länder geprägt, treten in der Gruppenausstellung in besondere Korrespondenz.
**Die Kölner Passagen 2021 wurden infolge der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie leider abgesagt. Somit wird auch der Designers Tower 2021 nicht stattfinden.